Nord-Stein Produkte

 
Seit mehr als 25 Jahren ist die Nord-Stein GmbH Importeur und Großhändler für Naturstein in Hamburg.

Auf den ca. 35.000 m² großen Lagerfläche in Hamburg-Georgswerder bieten Sie einen Einblick in die Vielfalt von Naturstein aus aller Welt. Ob Granit aus Deutschland, Sandstein aus Indien, Quarzit aus Brasilien, Porphyr aus Italien, Basalt aus China oder Travertin aus der Türkei – hier finden Sie den passenden Naturstein.

  • Neues Natursteinpflaster Neues Natursteinpflaster
  • Gebrauchtes Natursteinpflaster Gebrauchtes Natursteinpflaster
  • Trockenmauersteine Trockenmauersteine
  • Mauerabdeckungen Mauerabdeckungen
  • Kiesel, Rundlinge und Findlinge Kiesel, Rundlinge und Findlinge
  • Gebrauchte Bordsteine Gebrauchte Bordsteine
  • Neue Bordsteine Neue Bordsteine
  • Formatplatten Formatplatten
  • Polygonalplatten und Windrosen Polygonalplatten und Windrosen
  • Blockstufen Blockstufen
  • Stelen, Palisaden und Poller Stelen, Palisaden und Poller

BEARBEITUNG VON NATURSTEINOBERFLÄCHEN

Die Bearbeitung von Natursteinoberflächen kann mit Maschinen, Gerätschaften oder mit Handwerkzeugen erfolgen. Das Aussehen von Naturstein hängt nicht nur vom Material und von der Form ab, sondern vor allen Dingen von der Oberflächenbearbeitung. Steinflächen verändern und entwickeln sich im historischen Verlauf. Während erste Steinoberflächen durch Menschen mit anderen Steinen bearbeitet wurden, werden sie heute auf industriellen Fertigungsstraßen mit diamantbesetzten Werkzeugen bearbeitet, aber auch immer noch mit Handwerkzeugen und historischen Techniken. Die Veränderung der Werksteinbearbeitung reicht aus vorgeschichtlicher bis in die heutige Zeit. Anhand der Werkzeugspuren können Arbeitsvorgänge und historische Einordnungen vorgenommen werden. Die Vielfalt der Steinoberflächen hat heute eine große Bandbreite. Die Auswahl der Steinoberfläche wird durch unterschiedliche Anforderungen der Nutzer bestimmt.

GESTOCKT

Stocken von Steinoberflächen war ursprünglich eine klassische handwerkliche Flächenbearbeitung nur für Hartgesteine (z. B. Granite), die in manuellen Arbeitsabläufen vom Groben zum Feinen vor dem Schleifen und Polieren mit Steinschleifmaschinen in Form gebracht wurden. Dabei werden mit einem Stockhammer, dessen Arbeitsfläche wie die eines Küchen-Fleischklopfers mit pyramidenförmigen Zähnen aussieht, unterschiedlich raue Steinoberflächen erzeugt. Unterschiede in der Rauigkeit werden durch die Größe der Zähne und damit dem Abstand der Zahnreihen zueinander bestimmt:

  • Grobgestockt: Zahngrößen 10 bis 12 mm

  • Mittelgestockt: Zahngrößen 6 bis 7 mm

  • Feingestockt: Zahngrößen 3 bis 5 mm

  • Fein und schleifgerecht gestockt: Zahngröße 4 mm

Gestockte Oberflächen glänzen nicht, sie sind rau und matt.

GESPITZT

Mit dem Zweispitz oder dem vom Fäustel angetriebenen Spitzeisen wird eine raue Steinoberfläche egalisiert. Je nach Anzahl, Verteilung und Tiefe der Hiebe auf der Steinoberfläche wird zwischen grob und fein gespitzt unterschieden, wobei die Grenze zwischen den beiden Bearbeitungsformen nicht genau definiert ist. Spitzen ist ein handwerklicher Bearbeitungsvorgang, in aller Regel als Vorbereitung für einen nachfolgenden Werkzeugeinsatz, wie des Zahneisens, einer Fläche oder eines Stockhammers. Diese Werkzeuge hinterlassen sichtbare punktförmige Vertiefungen in der Oberfläche, sogenannte Spitzhiebe. Nach der Anordnung der Spitzhiebe wird zwischen bahnen- und punktgespitzt unterschieden.

GEFLAMMT

Beim Flammen von Natursteinen werden mit einem Brenner glatte Steinoberflächen aufgeraut. Grundsätzlich lassen sich alle Hartgesteine beflammen. Dabei entsteht eine relativ gleichmäßig raue Oberflächenstruktur. Vorsicht ist beim Beflammen gelber Granite geboten, da es zu einer Umwandlung des gelben Eisenoxids (Limonit) in rotes Eisenoxid (Hämatit) kommen kann. Die Steinoberfläche wird zwar aufgeraut, aber aus gelbem wird roter bzw. rötlicher Granit. Geflammte Oberflächen zeichnen sich durch eine hervorragende Rutschsicherheit aus und werden deshalb vornehmlich im Außenbereich als rutschsicherer Bodenbelag verbaut.

SANDGESTRAHLT

Die Oberfläche wird mit Sandstrahlgeräten und Strahlmitteln unterschiedlichster Drücke und Körnungen bearbeitet. Je nach Strahlgut, Strahldruck und Gesteinszusammensetzung kann eine sehr grobe bis sehr feine Oberfläche erzeugt werden. Spaltrau und angeschliffen Spaltraue Oberflächen werden mit Steinspaltwerkzeugen hergestellt und zeigen „unbearbeitete“ (natürliche) Steinoberflächen. Spaltraue Oberflächen finden entweder als Mauerwerksteine, Fassadenplatten oder Bodenbeläge Verwendung. Beim Verlegen von spaltrauen Natursteinplatten im Außenbereich muss auf ein entsprechendes Gefälle geachtet werden, damit sich keine Pfützen bilden, die bei Frost Rutschgefährdungen darstellen.

BOSSIERT

Bossierte Steinoberflächen zeigen an ihrer Oberfläche wenige Hiebe des Bossiereisens (größeres Spitzeisen), die daraus resultieren, dass früher in Steinbrüchen Rohsteine in ihrer äußeren Form mit einem sogenannten Bruchzoll (etwa 3 cm Überstand) gehauen wurden. Von den gespaltenen Steinflächen wurden die großen Überstände auch mit Bossierhammer (heute Vorschlaghammer) und Setzhammer abbossiert bzw. abgeschlagen. Der Begriff Bosse ist mittelhochdeutsch und bedeutet schlagen. Die Bossierhämmer gab es je nach Einsatzzweck in der Größe eines Fäustels bis zum Großhammer.

GETROMMELT, ANTIKISIERT

Bei getrommelten oder antikisierten Bodenbelägen aus Naturstein handelt es sich um bereits aufs Maß gesägte Platten, die in einen Freifallmischer unter Zugabe von Quarzsand und Wasser gegeben werden. Durch die Rotation des Trommelmischers schlagen die Platten aneinander, die Steinkanten platzen ab, und die Steinoberflächen werden geprellt und rau. Dieses Verfahren gibt den Steinplatten ein antikes Aussehen.

GEFLAMMT UND GEBÜRSTET

Geflammt und gebürstet ist eine der neuesten Bearbeitungsformen für Fußbodenbeläge. In den Fertigungswerken wird die Gesteinsoberfläche in einem Arbeitsgang zunächst geflammt und aufgeraut. Mit Hilfe von Bürsten, in deren Metall- oder Kunststoffborsten Schleifkörner eingearbeitet sind, wird die geflammte Oberfläche etwas geglättet. Dabei wird die Rauigkeit, die durch das Flammen entstand, verringert. Die Oberfläche fühlt sich dadurch weicher an.